Archive for the 'Informativ' Category

Für 816 Milliärdchen …

Samstag, April 25th, 2009

muß eine alte Transe lange ihren Bobbo verkaufen. Sehr, sehr lange. Man müßte mal berechnen, wie viele Inkarnationen da bei einer mittleren Durchschnittsbezahlung für wüste Liebesdienste drauf gehen würden. Die Süddeutsche hat jedenfalls heute, Freitag Abend ein lustig Fäßlein aufgemacht mit ihrem Artikel über ein vertrauliches, internes Papier der Bafin, das leider, ganz ungewollt, das grelle Licht einer krisenüberfrachteten und medial noch vortrefflich eingelullten Öffentlichkeit erblicken mußte, sehr zum Leidwesen der Herren und Damen aus den besseren Chargen der betrügerischen heuchlerischen verantwortungslosen Abzockerbande des Bankenwesens. Es wird selbstverständlich alles erst einmal zurecht dementiert, und es wird abgewiegelt, bis nix mehr zu wiegeln geht, und das so dämlich laut und durchschaubar, daß ich fast versucht bin, davon auszugehen, daß selbst diese Zahlen noch lange nicht die harte Realität wiederspiegeln. Und vielleicht, wer weiß, ist das am Ende ja auch alles nur eine böse Zeitungsente. Ich beobachte diesen ganzen köstlichen Irrsinn ja nun schon einige Monate, und diese heutigen Zahlen hauen mich nun wirklich nicht mehr um. Es wundert mich eher, daß es nicht noch mehr ist. Mal schauen, wie die Sache sich entwickelt. Ich lausche dieweil den Nocturnes des Herrn Chopin, von Michéle Boegner einegespielt auf einem Pleyel von 1836 und trinke dazu einen gar köstlichen Earl Grey von der feinen Sorte, genieße die Ruhe der Frühlingsabende vor dem großen Sturm des Herbstes und erwarte entspannt den unvermeidlichen finanziellen Gallopp, welcher uns allen wohl in relativ absehbarer Zeit bevorsteht. Und weil es mir grad so eine Freude macht: Noch dieses zur Nacht …

teeserviceashberry1912

Philip Ashberry & Sons, Sheffield, 1912.

Übrigens ist endlich auch das vor Tagen hier erwähnte, im Gewirre der schlamperten Post  zeitweilig verschollene Tablett von Viners aus dem Jahr 1926 eingetroffen. Wurde auch mal Zeit! Nun mag es ja Leute geben, die sich fragen, wozu eine alte Transe so viele verschiedene Teegedecke benötigt. Nun, den Bobbo verkaufen kann man nur bis zu einem gewissen Alter, obwohl, also, man kann ja auch später derlei versuchen und gar auch tun, aber schön ist das ja nicht wirklich, wer will schon … aber gediegen Tee trinken ist schön und bleibt immer schön, zumal mit dem passenden Geschirr, und man kann das machen bis einem am Ende seiner absurden Tage die letzte Tasse aus der welken Kralle fällt. Zudem ist Abwechslung ja bekanntlich das halbe Leben, oder benutzen Sie etwa jeden Tag der Woche dieselbe Unterwäsche und denselben Dutt?! Nein? Also, sehnse!

Dode Ferde …

Dienstag, Oktober 14th, 2008

Wenn ein normaler Mensch entdeckt, daß er ein totes Pferd reitet, steigt er gemeinhin ab …

Unsere lieben, stets um unser Wohl besorgten Freunde in den Chefetagen der “Macht” versuchen jedoch oft auch andere Strategien, nach denen sie in einer solchen Situation handeln. Hier eine kleine Auswahl:

1. Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
2. Wir wechseln die Reiter.
3. Wir sagen: “So haben wir das Pferd doch immer geritten.”
4. Wir gründen einen Arbeitskreis, um das tote Pferd zu analysieren.
5. Wir besuchen andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
6. Wir erhöhen die Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde.
7. Wir bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.
8. Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser tote Pferde reiten zu lernen.
9. Wir stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.
10. Wir ändern die Kriterien, die besagen, ob und wann und warum ein Pferd tot ist.
11. Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote Pferd zu reiten.
12. Wir schirren mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie zusammengenommen schneller werden.
13. Wir erklären: “Kein Pferd kann so tot sein, dass man es nicht noch schlagen könnte.”
14. Wir machen zusätzliche Mittel locker, um die Leistung des toten Pferdes zu erhöhen.
15. Wir machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Tote-Pferde-Berater gibt.
16. Wir kaufen etwas zu, das tote Pferde schneller laufen lässt.
17. Wir erklären, dass unser Pferd “besser, schneller und billiger” tot ist.
18. Wir bilden einen Qualitätszirkel, um eine Verwendung für tote Pferde zu finden.
19. Wir überarbeiten die Leistungsbedingungen für tote Pferde.
20. Wir richten eine unabhängige Kostenstelle für tote Pferde ein.

(sinngemäß, im Weltnetz aufgefunden)

Böse und düster …

Donnerstag, Oktober 9th, 2008

ist das, was hier augenscheinlich gerade abläuft. Sicher, diverse meiner lieben FreundInnen halten mich für weltverschwörungskrank und viel, viel zu pesimistisch, aber ich darf doch darum bitten daß noch einmal sehr genau hingesehen wird auf all das, was aktuell tagtäglich auf uns einprasselt bevor man sichs aus lauter Schiß vor radikaler Veränderung des überfressenen lustigen Lebens zu einfach macht! Und letzteres gilt durchaus auch für moi.

Da hätten wir zuvörderst einmal das weite Feld der angewandten Massenpsychologie. Was derzeit global abläuft ist ein Husarenstück allerwiderlichster Güte. Einerseits wird die halbe Welt irre gemacht mit einem endlosen hysterischen Sermon wegen der Finanz”krise”. Die halbe Welt, wohlgemerkt, denn selbst beim besten und bösartigsten Willen ist die totale Überziehung des Planeten mit diesem Irrsinn noch nicht gänzlich möglich. Totale Kontrolle iss’ nicht, no matter what. Andererseits wird den Leuten eingetrichtert sie sollten gefälligst nicht so panisch und hysterisch sein. Daraus kann wohl nur eine quasi-schizophrene Situation entstehen: Einerseits sind die Menschen z.B. durch die Massenmedien komplett über-hysterisiert, alarmiert, beunruhigt, andererseits werden sie z.B. durch die Massenmedien wegen ihrer Sorge und ihrer Ängste und daraus resultierender Handlung gescholten und gemaßregelt. Am Ende kann dann eine Lage stehen, in der die Menschen nurmehr gottsfroh sind wenn irgendwer oder irgendetwas daherkommt und ihnen endlich, endlich Sicherheit und Ruhe verspricht nach all dem gräßlichen Ungemach und der steten Drangsal. Hatten wir ja schon aufs Schlimmste in diesem Land, ich fürchte nur, daß die bittere Lektion inzwischen halbwegs vergessen wurde und die Leute wieder einmal soweit sind, in die Falle zu laufen ohne es zu bemerken …

Dann das noch weitere Feld der Illusion von Macht und des totalen Willens zum Machtillusionserhalt. Ein kurzer Blick auf all das Ungeheuerliche, das die USA und die Rotte ihrer “Freunde” und “Feinde” derzeit mithilfe diversester Mittel veranstalten (jawohl, sie veranstalten es, da geschieht nichts aus “Zufall”!) sollte jedem noch einigermaßen belesenen und nicht komplett vom Dummgelaber der Massenmedien vernebelten Verstand massiv zu Denken geben. Man könnte auch sagen es kann einem den nacksten Horror quer durchs Rückgrat jagen beim Gedanken an all das, was uns möglicherweise hier erst noch bevorsteht …

Dann die dunklen Bereiche der totalen Skrupellosigkeit. Was hier gerade international abläuft hat Dimensionen, die man erst einmal als überhaupt möglich begreifen muß. Man stellt sich ja derlei in seinen übelsten Albträumen nicht vor. Weltverschwörung? Ei iwo, wie käme man denn darauf?! Derlei Gedankenphantasterei pflegen bekanntermaßen nur haschischvernebelte Halbirre und Drogenopfer, kranke haltlose Geister, arme unglückliche Menschen, die unbedingt Hilfe brauchen und das am besten von der Pharmaindustrie und deren Schergen. Das hat man uns doch nun wirklich in den letzten 15 Jahren massiv eingetrichtert ausführlich erläutert. Also: alles Blödsinn, die Welt ist zwar auch kompliziert und noch gibt es da ja auch Geheimnisse und mysteriöse Dinge, aber schlußendlich, dank unseres ungeheuren Wissens und unserer technischen Überlegenheit ist sie einfach, schlicht, leicht verständlich und vor allem: Stets erklärbar, zwar zuweilen gefahrvoll, aber grundsätzlich und eigentlich schön und nett! Hurra!

Und nun? Was geschieht aktuell: Heute, Donnerstag, wurde uns ein wenig Entspannung vom Irrsinn zugebilligt. Frei nach dem Motto: “Rinn in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln” oder auch “Wie machen wir die Sklaven noch irrer?”. Zudem kann man mit Hilfe dieser “Entspannung” dann in Bezug auf den gestrigen Tag einen von der “Wirksamkeit der Leitzinsensenkung” faseln und dieses potentiell brandinflationsgefährliche Notinstrument der internationalen Notenbanken auch noch schönreden.
Ich bin ja nun wahrlich keine Expertin auf dem Gebiet der Wirtschaft, aber so Reste von gesundem Menschenverstand habe ich mir auch nach vielen Jahren in dieser absurden Stadt erhalten können. Zudem bin ich nicht gänzlich frei von Instinkt, der mich noch selten trog. All dieses gepaart mit einer gehörigen Portion Mißtrauen bezüglich meiner eigenen Schlußfolgerungen und der steten Bereitschaft, schleunigst bei deren Bekanntwerden bzw. Erkennen neue Bausteinchen im Spiel zu begreifen und gescheit einzuordnen sagt mir seit geraumer Zeit, daß die ganze Scheiße, die wir derzeit erleben, von langer Hand geplant sein muß, anders sind die allzu offensichtlich manipulierten Abläufe der aktuellen Misere nicht mehr erklärbar.
Stichworte: Ölpreis-Manipulationen und dabei vor allem die Rolle von Goldman-Sachs – Paulson, die AIG und Goldman-Sachs – Paulson, Bernanke, Bush, Kriegsrechtsgefasel und das US-Bailout-Gesetz – Goldpreis-Dumping der Banken international – Rohstoffbörsen … usw.

Schaut man sich an, was heute an den Börsen abgeht, besieht man sich dann, wie die Entwicklung in den Massenmedien dargestellt und kommentiert wird und erinnert man sich bitte auch an den Irrsinn der letzten drei Wochen, dann sollte wohl klar sein daß auch nur die Idee, es könne jetzt eine Erholung am entfernten Horizont zu sehen sein eine wahrhaft aberwitzige Illusion ist. Es hat ja noch nicht mal richtig angefangen!

Ist nur meine unwichtige Meinung, die niemand zu teilen gezwungen ist.

Was auch immer hier für ein groteskes Spiel gezockt wird: Es sitzen offensichtlich extrem mächtige Leute am saturnroten Tisch, die durchaus nicht ignoriert werden sollten …

Wenn man alles hat was man irgend haben kann an materiellem Reichtum und die Habgier zum Idol erhoben hat, wenn man nebenbei Abermilliarden verbrennen kann aus Langeweile und Machtgier, wenn man ohne Rücksicht und ohne auch nur den Hauch von Menschlichkeitsresten ganze Völker, ja fast ganze Kontinente gezielt in den Abgrund treibt, mögen sie nun Island oder Pakistan, Afrika oder Südamerika heißen, wenn man also anscheinend, weil es ja sonst nichts mehr zu erreichen gibt, nun zum Spaß, leider aber recht verbissen und abartig gewieft, versucht, allen Ernstes den Planeten zu kontrollieren, um was auch immer zu erreichen, dann sollte man schon wissen, daß NICHTS unter der Sonne bestand hat und es keinerlei Methode gibt, sein Karma und sein Schicksal im ewigen Kreislauf des Seins auf andere abzuwälzen. In dieser letzten Hinsicht ist jeder Spieler sehr allein am Zockertisch … um es anders zu sagen: Das unzerstörbar grundlegend ewige Gute in jedes einzelnen Seele ist ja leider auch mit der Bosheit und der Abscheulichkeit ganzer Äonen nicht abzuschütteln. Insofern wünscht man den alten Herrschaften halt ein bissi Spaß und hofft, daß die Schlußrechnung ihres kranken Spiels für diese Welt in diesem Zyklus des großen Weltenrades nicht allzu grausig und verheerend werden mag. Naja, hatten wir alles schon. Ist nix Neues. Und nein, ich fang jetzt nicht an, über das zu reden, was wir heutzutage “Atlantis” nennen und über den uralten Zwist …

Zum Abschluß noch:
Es geistern, nach verläßlichen Quellen, als Beispiel sei hier nur eine der vielen genannt, derzeit wohl etwa 1400 Billionen $ (!) an Derivaten in der Welt herum. Selbst wenn man mit allerbestem Willen davon ausgehen will, daß schlußendlich davon, laut diversen Analysten, die weitaus mehr von der Sache verstehen als ich dummes Dingens, “nur” 20 bis 45 Billionen $ überbleiben von der absurden Summe, dann reicht das immer noch aus den ganzen Laden hochgehen zu lassen – von dem, was ansonsten derzeit geschieht völlig abgesondert. Zur Verdeutlichung hier: Ich spreche hier von Billionen in unserer Rechnungsweise, nicht den angelsächsischen Billions, welche nach unserer Art Milliarden sind! Es geht also, grob gesagt, um 140′000 Milliarden Dollar bei der lustigen Veranstaltung. Wenn uns DAS Dreckszeuch obenauf der ohnehin schon wüsten Weltfinanzkrise um die zarten Öhrchen wummert, dann Heidewitzka Holldrijö

Und ganz zuletzt (find heute kein Ende, pardon …): siehe hier!

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