Archive for April, 2007

Strahlesonne und Waldbrandgefahr …

Donnerstag, April 26th, 2007

Bei dem Wetter sitzt selbst eine Sofakartoffel wie ich nicht großartig am Rechner sondern genießt die Tage … wer weiß wie lange wir noch so nett die Sonne genießen können ohne merklich die unangenehme Seite der Folgen des heißdiskutierten Klimawandels spüren zu *müssen* … noch kann man ja so tun als ginge einen das alles nichts an … das Brot kommt ja vom Bäcker und das Wasser aus dem Wasserhahn, und ob das Land gerade eine üble Dürre erlebt und die Bauern in der Schiete sitzen kümmert die Stadtbewohner bei dem grandiosen Wetter an sich ja nun wirklich wenig bis gar nich’ … mal sehen wie lange das noch gutgeht … genießen wir also dieweil die Sonne und die Illusion, das alles hübsch sei …

Potsdam

Sonntag, April 15th, 2007

Es ist immer wieder ein fast atemberaubendes Erleben, aus Wannsee kommend sehr entspannt zur Glienicker Brücke zu touren, die goldenen Löwen von Schloß Glienicke im strahlenden Sonnenlicht zu sehen und dann in die Berliner Vorstadt einzufahren und schließlich das Gefühl zu haben man erlebe einen architektonischen Orgasmus. Und der Anblick der Segel auf der Havel, die strahlende Sonne, das erste Grün der Bäume und die blühenden Sträucher überall machen einem immer wieder klar wie sehr Berlin im ersten Hauch von Frühling regelrecht explodiert vor Leben und Schönheit, zumal nach dem legendär-depressionslastigen Grau in Grau der Winter hier, egal ob extrem kalt oder mild. Man kann ja durchaus diese Stadt für ein verkommenes Loch halten, was sie sicher auch partiell gerne mal ist, man kann sich gewahr sein wie heruntergekommen, ungepflegt und empörend schäbig viele Bereiche der Stadt sind, aber Frühling in Berlin ist immer wieder einzigartig und schlicht ergreifend. Und an einem solchen Tag den Weg nach Potsdam zu finden versöhnt einen fast mit dem Dasein.

Bäriges …

Samstag, April 14th, 2007

Dieweil scheinbar die halbe Nation hysterisch ist wegen eines süßen, schnuckligen, kleinen, hocheinträglichen, weißen Fellbratzens, der eines nicht gar fernen Tages das tragische Schicksal aller mißbrauchten Kinderstars teilen wird und wohl als ausgewachsenes Raubtier wie alle anderen dort einsitzenden Polarbären ebenso autistisch wie diese im heillos veralteten Eisbärgehege des Berliner Zoos herumtapern wird, dieweil also sich die Leut’ in Massen gebärden wie infantile Irre, um das arme, mutterverstoßene, artfremd aufgezogene Viech im Zoo zu begaffen, wird der tragische Tod eines wahren großen Braunen schlicht übergangen … ein Skandal! Denn: Der Berliner Stadtbär Tilo ist dieser Tage wegen Lymphdrüsenkrebses im Endstadium eingeschläfert worden. Man möchte ja nun nicht die Frage stellen ob es denn für den bemitleidenswerten Ursus so nicht besser sein mag, anstatt in diesem grauenvollen Bärenzwinger am Märkischen Museum eingepfercht zu sein … seine Witwen Maxi und Schnute müssen nun wohl oder übel ohne ihren seit langem entmannten Gatten ihr Dasein fristen und sich auch weiters in ihrem mehr als kritikwürdigen und viel zu klein geratenen Habitat von komplett naturentwöhnten Großstädtern beglotzen lassen … dies, dieweil die Nation sich hochgradig und moralinsauer-verlogen bis zur Schmerzgrenze empört über Gewissenlose Schwere Körperverletzer (>Raucher) und Hinterhältige Böswillige Co2-Ausstoßer (>Autofahrer). Noch Fragen zum absurden Zustand der Zeit?! …

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